Kooperative Ganztagsbildung an der Grundschule

Qualitätsentwicklung an der Ganztagsschule

Multiprofessionelle Zusammenarbeit

Unsere Schule kooperiert für die Erfüllung ihrer Aufgabe als Ganztagsschule mit schulischen und außerschulischen Partnern. Dies schließt neben den Lehrkräften, pädagogischen Mitarbeitern und dem primären Kooperationspartner, dem „Kindertagesstätten- und Beratungsverband e. V. (KiB) auch andere Einrichtungen und außerschulische Partner mit ein. Die Eltern der Schule sind über die Schulgremien, über Elternabende und über die Einbindung in den Schultag, z. B. in Arbeitsgemeinschaften oder als freiwillige Leseeltern, Mitorganisatoren von Schulaktionen, aktiv in den Schulalltag integriert. Diese Zusammenarbeit gilt es auch für den Bereich der Ganztagsbildung weiterzuentwickeln.

Auch die Schüler sind bereits an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen der Ganztagsschule beteiligt. Insoweit gelten die Grundsätze des Schulprogramms. Gemeinsam mit allen Schülern gilt es über Klassenräte und Schülerrat die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kinder in den Nachmittag mit einfließen zu lassen, um eine breite Akzeptanz zu erreichen.

Zusammenarbeit mit dem Schulträger
Die Zusammenarbeit mit dem Schulträger erfolgt auf verschiedenen Ebenen im Bereich der Raumplanung, der Mensagestaltung sowie der Schulhofgestaltung.

Kommunikation zwischen Schule und Kooperationspartner
Absprachen im vorgeschriebenen Rahmen, die Teilnahme der Ansprechperson des Kooperationspartners KiB an den Dienstbesprechungen und deren räumliche Nähe (s. Raumkonzept) gehören zu den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Das bedeutet eine

  • wöchentliche Besprechung zwischen Schulleitung und Ansprechpartner des KiB e.V.
  • monatliche Besprechung zwischen Schulleitung, Ansprechpartner des KiB e.V. und Mensaleitung
  • der Ansprechpartner des KiB e.V. wird zu Dienstbesprechungen der Schule bzw. die Schulleitung zu den Dienstbesprechungen des KiB eingeladen
  • gemeinsame Fachberatung
  • gemeinsame Fortbildungen, sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden

Kommunikation zwischen Schule und externen Partnern
Neben dem KiB als Jugendhilfepartner gibt es viele bereits bestehende externe Kooperationen mit breit aufgestellten Angeboten, insbesondere in Sport und im künstlerisch musischen Bereich. Diese Kooperationen sollen, wenn möglich, fortgeführt und ausgebaut werden. Wir sind überzeugt, dass vielfältige Angebote den Schülern ein weit über den Unterricht gehendes Spektrum eröffnen und von ihnen mit Freude und Neugier aufgenommen werden. Die Bandbreite und die Qualität werden die Akzeptanz des Ganztages verstärken und die Attraktivität noch weiter erhöhen.

Wichtig ist uns den Charakter der Schule als kleine, überschaubare und im Stadtteil alteingesessene Grundschule auch im Ganztag zu erhalten und den Kindern eine familiäre Atmosphäre zu bieten. Deshalb sind aus unserer Sicht folgende Punkte entscheidend:

  • eine geregelte zeitliche Struktur für alle Jahrgänge
  • Lern- und Übungszeiten in gleichbleibenden Gruppen
  • eine breite Aufstellung der AG-Angebote, Lernhilfen, Mentor-Zeiten, Hochbegabtenförderung
  • Verzahnung von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Angeboten,
  • eine möglichst kontinuierliche personelle Aufstellung
  • feste (Stamm-)Gruppen der Jahrgänge 1/2 und 3/4

Die Nachmittagsangebote bieten vielen Kindern neue Anregungen und eine Struktur, die ihnen hilft, diese Zeiträume sinnvoll zu gestalten. Die Freiwilligkeit lässt den Freiraum für alle Kinder und Eltern zu, die hiervon keinen Gebrauch machen und eigene Strukturen nutzen möchten. Alle anderen bekommen ein Angebot, das sich qualitativ am Unterricht orientiert.

Ausgestaltung des Tagesablaufes – Rhythmisierung und Verzahnung von Vor- und Nachmittag
Die Grundschule Heiligengeisttor bietet an den Tagen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zusätzlich kostenfreie außerunterrichtliche Angebote an. Diese leiten sich gem. den rechtlichen Vorgaben des Landes Niedersachsen zur offenen Ganztagsschule ab. Das bedeutet, dass die Möglichkeiten der durchgängigen Rhythmisierung des Unterrichts und der Angebote auf den Vor-und Nachmittag nur eingeschränkt sind. Am Montag und Freitag besteht nach dem Unterricht die kostenpflichtige Möglichkeit der Betreuung durch den Träger der Jugendhilfe.

Mo Di Mi Do Fr

07:30

08:00

Verlässliche Grundschule

08:30

09:00

09:30

10:00

10:30

11:00

11:30

12:00

12:30

13:00

13:30

Angebot 2
KiB e.V.
(kostenpflichtig)

Angebot 1
offene Ganztagsschule
(entgeltfrei)

Angebot 2
KiB e.V.
(kostenpflichtig)

14:00

14:30

15:00

15:30

16:00

Angebot 3
KiB e.V.
(kostenpflichtig)

16:30

17:00

Zudem gibt es eine kostenpflichtige Ferienbetreuung vom Kooperationspartner Kib e.V.
Der Tagesablauf baut auf dem bereits jetzt rhythmisierten Schulvormittag auf, der aus zwei Blöcken besteht und durch die große Pause mit vorangestellter Frühstückszeit sowie einem Spiel- und Bewegungsangebot (durch Ausleihangebote von Spielgeräten) unterbrochen wird. Die 2. Hofpause liegt vor der letzten Unterrichtsstunde der dritten und vierten Klassen und der Betreuungsstunde der ersten und zweiten Klassen.

Der Unterricht im Ganztag findet am Vormittag ebenfalls in dieser Aufteilung statt.
Die Klassen 1 und 2 erhalten je 21 Unterrichtstunden die Woche, wobei täglich 4 Stunden und am Freitag 5 Stunden unterrichtet werden.

Das Mittagessen für die ersten beiden Klassenstufen wird von 12.15 Uhr bis 13.00 Uhr im vertrauten Klassenverband eingenommen. Auch hier ist es uns wichtig, unseren Schülerinnen und Schülern ausreichend Zeit zu geben um das Mittagessen in einem entspannten zeitlichen Rahmen genießen zu können. Es folgt das gemeinsame Treffen im Klassenverband, die Lern- und Übungszeit, Angebote im AG Bereich und die Abschlussrunde, die um 15.30 Uhr endet.

Für die Jahrgänge 3 und 4 beginnt nach der 5. Stunde die Lern- und Übungszeit. Danach folgt das AG Angebot und der gemeinsame Abschluss um 15.30 Uhr, der den Schultag beendet, sofern sich für einzelne Schüler nicht eine weitere Betreuung anschließt.

 

1/2 VGS

1/2 GT

3/4 VGS

3/4 GT

Frühaufsicht

7.50-8.00

7.50-8.00

7.50-8.00

7.50-8.00

1. Std.

8.00-8.45

8.00-8.45

8.00-8.45

8.00-8.45

2. Std.

8.45-9.30

8.45-9.30

8.45-9.30

8.45-9.30

Frühstück

9.30-9.40

9.30-9.40

9.30-9.40

9.30-9.40

Pause

9.40-10.15

9.40-10.15

9.40-10.15

9.40-10.15

3. Std.

10.15-11.00

10.15-11.00

10.15-11.00

10.15-11.00

4. Std.

11.00-11.45

11.00-11.45

11.00-11.45

11.00-11.45

Pause

11.45-12.00

11.45-12.15

11.45-12.15

11.45-12.15

5. Std.

12.00-13.00
Betr. VGS

12.15-13.00
Mensa

12.15-13.00

12.15-13.00

Klassengruppen/
Mensa

13.00-14.00 Gruppen Klassenverband

13.00-14.00 Mensa/
Freispiel

Lern- und Übungszeiten

14.00-14.45

14.00-14.45

AG-Band +
Übergang

14.45-15.30

14.45-15.30

Spätbetreuung

ggf. anschl.

ggf. anschl.

Mittagessen
Das kostenpflichtige Mittagessen ist eine wichtige Komponente des Ganztages. Eine aktive Gesundheitsförderung durch Ernährung und Bewegung wird von allen Beteiligten unterstützt. Dies soll auch weiter vorangetrieben und in zahlreichen Projekten gelebt werden.
Der ausreichend geplante zeitliche Rahmen, die grundschulgerechte Einrichtung der Mensa und die abwechslungsreiche Speisefolge sind daher wichtige Bedingungen für unseren Ganztag.
Schule und Träger begrüßen ausdrücklich das Oldenburger Mensakonzept, welches hohe Ernährungsstandards setzt und auch bei Eltern und Kindern auf große Akzeptanz stößt.
Die geplante Küche kann nicht vollumfänglich mit thermischen Geräten ausgestattet werden, da der verfügbare Platz dafür nicht ausreicht. Deshalb werden auch angelieferte Komponenten verarbeitet.
Die detaillierte Innenraumplanung wurde fortlaufend mit dem Schulträger weiterentwickelt. Freundliche Farbgebung und kleine Tische und Bänke tragen zu einem kindergerechten Charakter der Mensa bei. Auch die gewünschte Möglichkeit der Nutzung der Mensa als Versammlungsraum durch leicht verschiebbares Mobiliar und einen Standort für Beamer und Leinwandfindet fand Berücksichtigung.

Mensa-Regeln
Für den Mensabereich ist es unerlässlich, dass für einen reibungslosen Ablauf einige feste Regeln festzulegen sind. Hierzu wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • Die Klassen betreten die Mensa im Klassenverband mit der Betreuung nacheinander (1./2.Klasse).
  • Es wird eine feste „Sitz-Zeit“ von 20 Minuten festgesetzt.
  • Ruhige Atmosphäre
  • Mensa-Regeln werden in allen Klassen besprochen und ausgehängt.
  • Die 3./4.Klassen haben frei wählbare Essenszeiten ab 13.00 Uhr, bis 14.00 Uhr müssen alle mit dem Essen fertig sein.
  • Das Buffet ist bis maximal 13.45 Uhr geöffnet.

Raumkonzept
„Wir gestalten unsere Schule neu!“ Mit dieser Idee begann die Zusammenarbeit mit dem Projekt Kulturelle Bildung in der Stadt Oldenburg bereits im Frühjahr 2010. Der Grundgedanke war die Einbeziehung aller Schüler, der Eltern, Lehrer, aber auch benachbarter Schulen und auswärtiger Künstler „um die Schule zu einem Haus des Lernens umzuwandeln, das alle gern betreten um darin zu lernen und zu leben.“
Bei der Gestaltung der Ganztagsschule wollen wir erreichen, dass die Räumlichkeiten und Außenbereiche den Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Das im Jahr 2012 durchgeführte und oben genannte Projekt kann als Grundstein der Akzeptanz der Schule als Lebens- und Lernraum verstanden werden. Diese positive Entwicklung wird im Raum- und Außengeländekonzept unserer Schule fortgesetzt, das in enger Absprache mit dem Schulträger erstellt wird.

Das Oldenburger Rahmenkonzept für die Kooperative Ganztagsbildung geht von diesen Bedürfnissen der Kinder aus. Für die Heiligengeisttorschule heißt dies, gemeinsam mit den Kindern Bereiche für Arbeit, Ruhe, Spiel und Bewegung für drinnen und draußen zu schaffen, um den Kindern Orientierung zu geben und ein Umfeld zu schaffen, in dem sie arbeiten, spielen, forschen, sich bewegen aber auch zurückziehen können. Bei der geplanten Ausstattung der Räume wird darauf geachtet, dass die entsprechende Einrichtung der Räume einen ganztägigen Aufenthalt mit den unterschiedlichen Erfordernissen und Bedürfnissen ermöglicht.

Die Schule verfügt über eine eigene Turnhalle, in der bereits jetzt Kooperationen mit Sportvereinen laufen. Sie wird derzeit ebenfalls vom Hort für Bewegungsangebote genutzt und soll auch bei schlechtem Wetter den Kindern zum Ausleben ihres Bewegungs- und Spieldrang zur Verfügung stehen.

Die Turnhalle wird mit Beginn des Ganztags ausschließlich dem Ganztagsangebot zur Verfügung stehen.

Der Schulhof wurde in Kooperation mit Kindern, Eltern und dem Fachdienst Stadtgrün-Planung und Neubau für den Ganztag umgestaltet.

Unsere Klassenräume werden bereits von den Betreuungspersonen für die verlässliche Grundschule, den Mitarbeitern des Mittagstisches genutzt und auch im Ganztag differenziert eingesetzt.

Durch die entsprechende Einrichtung der relativ großen Klassenräume (s.o.) sind auch für den Nachmittagsbereich Lebensräume entstanden. Sie werden funktional, aber auch individuell mit den Kindern zu einem Raum gestaltet, in dem sie entsprechend ihren Bedürfnissen betreut werden.

Die neuen Räume für Differenzierung und Therapiewerden werden nach unserem Konzept als Förder-, aber auch als Elternsprechzimmer und zur Therapie eingesetzt. Des Weiteren ist im Altbau ein Pflegeraum entstanden. Die geschaffenen Räume werden neben der Nutzung im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung auch für etwaigen weiteren Förderbedarf genutzt.

Rückzugsmöglichkeiten bietet die Schule neben den Ruhebereichen im Untergeschoss des Altbaus und den entsprechenden Bereichen auf dem Schulhof sowie in der Bücherei. Sie ist ebenerdig zur Mensa hin geöffnet und soll die erfolgreiche Arbeit im Bereich der Leseförderung der letzten Jahre fortsetzen. Das Bücherangebot, das sich auch an den Wünschen der Kinder orientiert, ermöglicht den Zugang zu Geschichten und Sachthemen, um den Horizont zu erweitern und neue Zusammenhänge zu erfassen.

Gleichzeitig wird der Raum als Lernraum bei der Arbeit mit dem Antolin-Programm, als Gruppenraum und als Differenzierungsraum eingesetzt werden. Die Kinder im Angebot 2 haben dort ihren festen Platz.

Für die Bereiche Erleben mit allen Sinnen, kreatives Gestalten und musikalisches Erleben stehen im Kreativbereich der Schule nach dem Raumkonzept ein Werkraum und ein Musikraum zur Verfügung, die im Ganztag voll umfänglich doppelt genutzt werden..
Außerdem verfügt die Schule über eine zusätzliche Schulküche, die auch für pädagogische Angebote im hauswirtschaftlichen Bereich und für Ernährungserziehung zur Verfügung stehen wird.

Im ehemaligen Hortgebäude sind ein Raum für Mitarbeiter und ein Lehrerarbeitszimmer entstanden.